Samstag, 7. Juni 2008

Nahrung für Leib und Seele

Ende April war es soweit- wir luden zu unserem 1. Frühstücksbrunch in Angermünde ein.

Dafür konnten wir das attraktivste Café der Stadt anmieten und uns
an strahlendem Wetter und hochmotivierten Mitarbeitern des Cafés erfreuen.

Unseren 43 Gästen ein üppiges Büffet für den LEIB anbieten.
















Untermalt wurde das Ganze durch stimmungsvolle Livemusik,
für die wir 2 unserer Freunde einfliegen konnten. Da ließ es sich gut fühstücken.
















Auch für die SEELE hatten wir etwas anzubieten:
Wir konnten von dem menschenfreundlichen Gott der Bibel berichten,
der unseren Lebensdurst stillen will und kann.















Eine tolle Premiere- mal sehen, wann die Neuauflage folgt.

Samstag, 23. Februar 2008

Geteiltes Königreich

Interessant finde ich ein Phänomen,
was mich in letzter Zeit bewegt: Die Uckermark ist geteilt!

Nicht so krass wie es Ost- und Westdeutschland einmal waren, aber immerhin geteilt.

Die Orange Linie stellt die Autobahn A11 dar, die sozusagen gut von böse trennt. Die Autobahn gibt es seit 1935 und spätestens seitdem muß es auch die Trennung der Menschen geben. Zwischen Ost- und Westuckermark ist Urwald- heute sagen wir Biosphärenreservat (mit Wölfen :)) dazu.

Ich komme gebürtig aus Templin, also dem "Westsektor"- wohne jetzt in Angermünde, also im "Ostsektor".

Als Kind hatte ich wenig mit "denen da drüben" zu tun- heute ist es umgekehrt.

Liegt es an der politischen Trennung, die
1952 durch die Einteilung in 14 DDR- Bezirke gegeben war?

Oder liegt es an der strukturellen Schwäche der Region, die 1993 dazu führte, das aus den ehemaligen Landkreisen Templin, Prenzlau und Angermünde der größte Landkreis Deutschlands wurde, der immerhin größer als das Saarland ist. Selbst die Tageszeitungen kommen immer noch aus den ehemaligen Hauptstädten der DDR-Bezirke.

Viele Fragen und ich wage zu bezweifeln ob diese Dezentralisierung wirklich für die Menschen sinnvoll ist. Man muß ewig fahren um Ämtergänge zu machen und auch kulturell gibt es keine richtige Mitte, wo man sagen kann, so und so ist der Uckermärker drauf.


Das bringt mich zwangsweise zu der Frage wo die Verbindungslinien laufen. Verkehrsmäßig gibts 3-4 größere Straßen- aber wie ist es bei den Menschen? Wir brauchen auch im tiefsten Osten Brückenbauer zwischen "Ost" und "West". Christen könnten dabei einen Beitrag leisten- aber das es hier recht wenige gibt hat sich mittlerweile bestimmt schon rumgesprochen.

Ich hoffe auf eine Zeit, in der es der Uckermark besser geht, in der Kommunikation trotz der Autobahn gelebt wird und in der Christen Einheit vorleben, die nur Gott schenken kann.


Visionsharing I - Beutelsend bei Angermünde

Für alle, die schon mal hier waren:

Ist es Euch aufgefallen, wie verblüffend groß die Ähnlichkeiten zwischen der Gegend um Angermünde und dem legendären Beutelsend (Hobbingen) aus dem Herrn der Ringe sind?

Macht Euch mal selber ein Bild!
Zuerst mal ein paar Bilder vom Herrn der Ringe (Falls es Menschen gibt, die weder Bücher noch Filme kennen).

Zuerst mal die Vorlage aus HDR (Film & Buch):
















und nun die Landschaft um Angermünde (Richtung Schwedt):

(dazu muß ich anmerken, dass ich im Frühling noch schönere Bilder davon schieße)

Und jetzt...?

Da der Artikel ein Visionsharing ist, stelle ich mal grobe Züge einer Vision vor. Getragen bin ich von dem Gedanken, die Uckermark bekannter zu machen und auch etwas für unsere recht bescheidene Ökonomie im Landkreis zu tun.

Stell dir mal vor es gäbe jemand der Ahnung von Finanzen hat. Dazu käme jemand, der Ahnung von Architektur hat. Die zwei wollen hier mitten in der Uckermark das Hobbitdorf nachbauen und touristisch promoten. Also werden eben mal ein paar schöne Hektar Land mit Hügeln und See gekauft, was hier nicht wirklich teuer ist. Den Ämtern wird das ganze Bauprojekt vorgelegt, incl. Nutzungsplan, ökologischem Konzept, geplanten Arbeitsplätzen etc. und dabei könnten sogar Fördergelder erkämpft werden.

Der Architekt würde das Land als Gewerbeland umwidmen lassen, dass ganze vermessen und ein an die Landschaft angepaßtes Gestaltungskonzept incl. natürlichen Bachläufen erstellen.
Er könnte bei der Hausgestaltung auf die bewährte isländische Methode der Grassodenhäuser zurückgreifen, die in etwa wie im Bild nebenan aussehen.

Diese Häuser sind nicht nur chic, sondern haben auch ziemlich gute Wärmewerte und das bringt auch gute Presse in einer Welt des Ökobewußtseins.

Wahrscheinlich wäre es ratsam für die beiden noch einen Urlaub in Neuseeland zu machen, wo heute noch bei Matamata das original Film-Set aus den HDR Filmen steht. (http://www.hobbitontours.com)

Und dann gehts los mit bauen. Eine Golfanlage, ein Wellnessbereich, ein Hotel mit Gasthof im Stil eines Irish Pubs könnten entstehen. Alles in einem verantwortbaren Stil. Alles unter Einbeziehung lokaler Firmen. Und später dann auch als fairer Arbeitgeber für Menschen aus der Uckermark.

So könnte ganz praktisch etwas entstehen. Nur fehlen mir im Moment die zwei die meine Vision teilen.


Donnerstag, 17. Januar 2008

Zuwanderung als Hoffnungszeichen


Hier ein paar Gedanken, die dem Trend der Abwanderung fähiger Menschen aus Nordostdeutschland entgegenwirken sollen.

Schon in meiner Examensarbeit im Theologiestudium stieß ich auf das gesellschaftliche Problem der Abwanderung junger Ostdeutscher in den "Westen". Dieser "Humankapitalverlust" läßt ganze Landstriche ausbluten, denn wer einmal von hier weggegangen ist, der FEHLT seitdem und die Chance, dass ein anderer seinen Platz ausfüllt ist äußerst gering.

Gerade die gebildeteren Schüler sind von der Abwanderung betroffen, denn Studieren kann man bislang in der Uckermark nicht:) Damit könnte es mittelfristig zu einem problematischen Ungleichgewicht zwischen Menschen mit weniger Bildung, die weniger Strategien zur Krisenbewältigung haben und gebildeteren Menschen kommen, welche durch Innovationen etwas zur Verbesserung der Verhältnisse hier beittragen könnten.

Wenn die jungen Leute wegziehen, dann wirkt sich das negativ auf die Nachwuchsrate der Region aus. Irgendwann wird es sich hier für einen Allgemeinmediziner gar nicht mehr lohnen eine Praxis aufzumachen, weil er zuwenig Patienten zu betreuen haben wird.

Spannend fand ich in den letzten Tagen die Lektüre des Buches "Minimum" von Frank Schirrmacher. Wenn man mal die häufigen evolutionstheretischen Argumentationsgebäude ausblendet, bleibt trotzdem eine recht ernstzunehmende Skizze der Gesellschaftsform auf die wir Deutschen zusteuern.

Und das bringt mich zu dem Hauptgedanken des Essays: "Als Christ muß ich Zeichen der Hoffnung setzen". Nach Frank Schirrmacher würde das primär bedeuten so viele Kinder wie möglich in die Welt zu setzen und auch noch gut zu erziehen. Dazu mein AMEN und das Bibelzitat aus Gottes Mund "Seid fruchtbar und mehret euch"

Allerdings ist damit noch nicht automatisch etwas gegen den Humankapitalverlust (auch BrainDrain genannt) getan. Für dieses Problem scheint mir die Lösung aus der Geschichte zu kommen. Die Karte links zeigt die Konzentration französisch reformierter Christen die um 1680 als Glaubensflüchtlinge in Preußen angesiedelt wurden. Gerade unsere Gegend zeugt stark von dieser Politik des preußischen Königs der dadurch sehr viele fähige Handwerker in sein Reich importierte.

Ich nenne das Ganze gerne "Frischzellenimport". Auch heute müßten qualifizierte Menschen mit frischen Ideen neu in unserem schönen Landstrich angesiedelt werden. Land und Immobilien sind hier verhältnismäßig billig- warum sollten sich also nicht Menschen hier ansiedeln, die in Jobs arbeiten, die nicht stark standortabhängig sind. Ein Informatiker könnte bei uns im "Grünen" seine Skripte schreiben, ein Grafiker könnte sich seine Inspirationen aus der blühenden Natur holen. Und und und...

Wenn diese Menschen obendrein noch eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus hätten, dann könnten sie wirkliche Hoffnung weitergeben. Sie könnten für ihre entchristlichte Umwelt ein Modell darstellen, wie Leben vor und durch Gott gelingen kann.

Ich hoffe und bete, dass ich dabei sein werde, wenn diese Region aus der Abwärtsspirale herauskommt und viele kleine und große Hoffnungszeichen die Menschen erreichen.

P.S. Mehr zum Brain Drain gibt es u.a. unter http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/127024/

Nachtrag vom 9.9.2008: " unter folgender Homepage kannst du das Thema mit Perspektive auf Brandenburg vertiefend weiterverfolgen:

Angekommen in Angermünde


Tach Leutz,
in diesem Blog sollen ab 2008 unsere Erfahrungen in Angermünde festgehalten werden.
Nach den ersten Monaten des Einlebens können wir uns langsam Gedanken darüber machen, wie wir hier Gott zur Ehre durchstarten können.

Die Form des Blogs haben wir auch gewählt um dir interessante Gedankengänge in Form kleiner Essays mitzuteilen.

Also viel Freude beim Lesen.